Betriebs- und Reitordnung

O’Malley & Friends GmbH & Co. KG
Kreilhof 10, 82386 Oberhausen
T: (08803) 498 82 88
F: (08803) 498 82 89
www.omalleyandfriends.de

1. Allgemeines

1.1.   Zu der Anlage gehören: die Offenställe, die Stallungen und alle weiteren Räume, die offenen und gedeckten Reitbahnen, die Führanlage, der Hindernispark, die Rennbahn, die Weiden, Paddocks, Mistplatte, sowie alle Nebenflächen einschließlich PKW-und Anhänger-Einstellplätze.

1.2.   Unbefugten ist das Betreten der Anlage, insbesondere der Ställe, der Sattel-und Futterkammern, der Futterhallen und aller sonstigen Nebenräume, der Koppeln, sowie das Füttern der Pferde nicht gestattet.

1.3.   Das Füttern aus der Hand ist für sämtliche Pferde in Herdenhaltung untersagt.

1.4.   Das Büro der GmbH & Co. KG befindet sich im ersten Stock der Reithalle. Anträge, Anfragen und Beschwerden sind an die Betriebsleitung der GmbH & Co. KG, nicht an das Stallpersonal zu richten.
Die gültigen Bürozeiten entnehmen sie bitte dem Anschlag an der Infotafel.

1.5.   Das Rauchen auf der Anlage ist nur an den dafür ausgewiesenen Plätzen mit dafür vorgesehenen Aschenbechern gestattet. Insbesondere in den Stallungen und Futterräumen ist das Rauchen verboten.

1.6.   Die an der Infotafel angegebenen Stallruhezeiten sind einzuhalten.

1.7.   Alle Einrichtungen der Anlage sind pfleglich zu behandeln. Verursachte Schäden sind sofort zu melden. Verunreinigungen jeglicher Art sind unverzüglich zu säubern.

1.8.   Es gilt auf der gesamten Anlage die Einhaltung der „ethischen Grundsätze des Pferdefreundes“ der FN. Dies bedeutet zusammengefasst, alle mit der Übernahme der Verantwortung für das anvertraute Tier in Zusammenhang stehenden Pflichten sind einzuhalten, die zum Wohle des Tieres in allen Belangen notwendig sind.

1.9.   Hunde dürfen, bis auf Widerruf, auf der Reitanlage frei laufen, müssen aber unter ständiger Beaufsichtigung sein. Die Hunde müssen allen Menschen und Tieren gegenüber friedlich sein. Sie dürfen insbesondere nicht auf den offenen und gedeckten Reitbahnen, den belegten Weiden, den Paddocks und Waschplätzen frei laufen. Jeder Hundehalter der seinen Hund mitbringt muss eine entsprechende Hundehalterhaftpflichtversicherung haben. Die Hundeexkremente müssen unverzüglich vom Hundebesitzer eingesammelt und mitgenommen werden. Der Betrieb behält sich das Recht vor, einzelne Hunde mit Leinenzwang zu belegen oder dauerhaft der Anlage zu verweisen.

1.10.  Die Reit- und Pferdeausbildung wird von der GmbH & Co. KG organisiert. Fremdausbilder dürfen auf der gesamten Anlage nur nach Abstimmung mit der GmbH & Co. KG tätig werden.
Für die Nutzung der Anlage der GmbH & Co. KG durch Fremdausbilder und Fremdreiter wird ein Nutzungsentgelt durch die GmbH & Co. KG festgelegt.

1.11.  Das Stallpersonal darf nur im Rahmen der ihm von der GmbH & Co. KG erteilten Anweisungen zu Aufgaben herangezogen werden. Besondere Wünsche sind an die Betriebsleitung der GmbH & Co. KG und nicht an das Stallpersonal zu richten. Dies gilt insbesondere für Änderungswünsche betreffend Einstreu, Futtergabe, Weideservice u.ä.

1.12.  Eltern haften für Ihre Kinder.

1.13.  Für Schäden haftet die GmbH & Co. KG bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit.
Im Falle einfacher Fahrlässigkeit wird die Haftung der Höhe nach auf den Deckungsbetrag der Haftpflichtversicherung der GmbH & Co. KG beschränkt. Dieser beläuft sich auf 5.000.000,00 EUR je Schadensfall.
Der vorgenannte Haftungsausschluss umfasst nicht Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.

1.14.  Wer trotz Verwarnung gegen die Betriebsordnung verstößt, kann von der Benutzung der Anlage ausgeschlossen werden.

 

2. Seuchenschutz

Treten im Stall / auf der Anlage Seuchen oder ansteckende Krankheiten auf, so ist die GmbH & Co. KG berechtigt, alle zum Schutz der Pferde erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen.

Widersetzen sich Pferdebesitzer diesen Anforderungen, so kann die GmbH & Co. KG die sofortige Entfernung der Pferde verlangen.

 

3. Reitordnung

3.1.   Die Anlage steht grundsätzlich gem. der Zeitplanung ( Infotafel) zur Verfügung. Machen besondere Veranstaltungen wie Turniere, Lehrgänge usw. es erforderlich, die Reitanlage für den allgemeinen Reitbetrieb zu sperren oder einzuschränken, so wird das durch Anschlag an der Infotafel bekannt gegeben.
Zu folgenden Zeiten ist im Interesse von Personal und Pferden das Betreten der Stallungen untersagt:
Nachts: zwischen 22.00 und 8.00 Uhr (Sonderregelungen sind mit der GmbH & Co. KG abzusprechen)

3.2.   Einzelreiter werden gebeten, nach Möglichkeit nicht zu Zeiten zu reiten, die geschlossen Abteilungen vorbehalten sind. Während der für Abteilungsreiter festgesetzten Zeiten ist den Weisungen des Reitlehrers Folge zu leisten. In jedem Fall haben die Abteilungsreiter Vorrang.
Während des Reitens von Musikquadrillen ist das Reiten nicht an der Quadrille Beteiligter untersagt.

3.3.   Longieren ist bis Fertigstellung des Longierzirkels auch in der Reithalle gestattet.

3.4.   Wird voltigiert dürfen keine Pferde in der Bahn gearbeitet werden

3.5.   Wird therapeutisch gearbeitet, dürfen ebenfalls keine Pferde in der Bahn gearbeitet werden.

3.6.   Werden Jungpferde gearbeitet, ist besondere Rücksicht zu nehmen.

 

Im Übrigen gelten die Bahnregeln der FN, insbesondere

3.7.   Tür frei, bitte! Dieser (nicht geflüsterte oder zart gepiepste) Ruf erschallt, wenn jemand die Reitbahn betreten/verlassen möchte. Das O.K. gibt’s mit dem „Tür ist frei!“. So verhindert man Zusammenstöße und ähnlich böse Überraschungen.

3.8.   Auf- und Abgesessen sowie nachgegurtet wird am besten in der Mitte eines Zirkels oder auf der Mittellinie. Aber bitte zügig, andere möchten vielleicht das Einreiten oder Ähnliches üben – und zwar heute noch.

3.9.   Ein Pläuschchen in Ehren – aber plaudernd zu zweit oder gar zu dritt nebeneinander geht gar nicht! Mitreiter wollen trainieren oder einfach nur entspannt reiten, statt sich durch den Pulk zu fädeln. Vor Betreten und Verlassen der Reitbahn hat der Reiter auf sich aufmerksam zu machen („Tür frei – Ist frei“). Das Aufsitzen erfolgt nicht auf der Stallgasse, sondern erst in der Bahn bzw. auf dem Reitplatz und zwar auf / an der Mittellinie.

3.10.  Schrittreiten und Durchparieren zum Schritt oder Halten geschieht im sicheren Abstand zu anderen Pferden auf dem zweiten oder dritten Hufschlag, möglichst mit offenen Augen und Ohren! So reitet man den anderen nicht ungeschickt in den Weg.

3.11.  Wird die Bahn von mehreren Reitern benutzt, so ist aus Sicherheitsgründen ein Abstand von wenigstens einer Pferdelänge erforderlich. Beim Überholen wird auf der Innenseite vorbeigeritten. Nach Ermessen ordnet der älteste Reiter nach angemessenem Zeitraum an: „Bitte Handwechsel“. Dieser Anordnung ist sofort Folge zu leisten.

3.12.  Reiten auf entgegengesetzter Hand ist nur zulässig, wenn nicht mehr als 4 Reiter in der Bahn sind und alle zustimmen. Hierbei ist stets Blickkontakt zu halten um rechtzeitig auszuweichen. Ganze Bahn hat Vorrang vor Zirkel- und Wechsellinie. Springen ist nur nach Anordnung des anwesenden Reitlehrers oder mit Einverständnis der weiteren Reiter zulässig.

3.13.  Die Benutzung der Hindernisse steht allen Reitern frei. Sie sind nach Benutzung an ihren Platz zurückzustellen. Für Schäden an den Hindernissen kommt der betreffende Reiter oder Pferdebesitzer selbst auf. Schäden sind sofort zu melden.

3.14.  Das unverzügliche Absammeln der Pferdeäpfel ist Pflicht.

3.15.  Das Tragen einer splittersicheren Sturzkappe ist Pflicht

3.16.  Die vorgenannten Bestimmungen gelten sinngemäß für die Außenanlagen.

 

4. Reiten im Gelände

4.1.   Bei Ausritten von Abteilungen ist der Reitlehrer oder sein Vertreter(z.B. Berittführer) für Gangarten, Tempo, erforderliche Rasten und eine sachgemäße Behandlung der Pferde während des Rittes verantwortlich. Seinen Weisungen ist Folge zu leisten.

4.2.   Bei Dunkelheit ist Beleuchtung mitzuführen.

4.3.   Bei Ausritten ist das Mitführen einer Kennzeichnungsplakette Pflicht.

4.4.   Bei Begegnung mit anderen Reitern oder Fußgängern nur Schritt reiten.

4.5.   Zum Ausschlagen neigende Pferde sind am Schluss der Gruppe zu reiten.

4.6.   Im Übrigen gelten für den fairen Reiter im Gelände folgende Gebote:

  • Verschaffe dem Pferd täglich hinreichend Bewegung und gewöhne es vor dem ersten Ausritt an die Erscheinungen im Straßenverkehr.
  • Verzicht nicht auf die Sturzkappe
  • Kontrolliere den verkehrssicheren Zustand von Sattel und Zaumzeug.
  • Vereinbare die ersten Ausritte mit anderen Reitern, in der Gruppe ist der Ausritt sicherer.
  • Reite nur auf den nach geltendem Recht hierfür freigegebenen Wegen und Straßen, niemals querbeet, wenn dafür keine besondere Erlaubnis des Eigentümers vorliegt.
  • Verzichte auf einen Ausritt oder nimm entsprechende Umwege in Kauf, wenn Wege durch anhaltende Regenfälle oder Forstaufbruch weich geworden sind und nachhaltige Schäden entstehen können.
  • Melde unaufgefordert Schäden, die immer einmal entstehen können, und regele entsprechenden Schadensersatz.
  • Sei freundlich zu allen, die Dir draußen begegnen.

 

Verschaffe dem Reitsport Sympathien, keine Gegner !

Die Betriebsleitung der O`Malley & Friends GmbH & Co. KG